Autor

Rolf

Jeitziner

KOSTPROBE

Der Goudron-Wurm * Felix* Sponsoren gesucht“

von | Mai 22, 2020 | Kurzgeschichten | 0 Kommentare

Goudron-Wurm

Baumaschinen dröhnen in den Ohren von Felix. „Was ist da wohl los?“, fragt sich der neugierige Junge.
Felix zieht seine Schuhe an und rennt in die Richtung, aus welcher der Lärm kommt.

Felix entdeckt Bauarbeiten an der Hauptstrasse ins Dorf. Die Strasse ist mindestens für eine Woche gesperrt worden und unzählige Fahrzeuge schlängeln sich über die angezeigten Umfahrungen um die Baustelle herum.
Ein Lastwagen fährt an und kippt schwarzen, dampfenden Teer auf den offenen und ziemlich malträtierten Strassenuntergrund. Der Teer-Kies kracht mächtig auf den festen Boden.

Ein Bauarbeiter steht neben Felix und meint: „Schau, Junge, da kommt der Goudron-Wurm. Der ist heiss und gefährlich, er könnte dich verbrennen und schwarze Flecken an deinem Körper hinterlassen.“
Felix schaut sich die Verbrennungen an den Oberarmen des Bauarbeiters an und ist etwas eingeschüchtert.

Der grosse Teerhaufen duftet heiss und die Bauarbeiter schaufeln den Kies auf die Strasse. Bald ist die ganze Ladung schön gleichmässig verteilt. Die Walze kommt und presst stundenlang die kiesförmigen Teerstücke zu einem glatten, tiefschwarzen Strassen-Goudron oder auch Teer genannt.

Felix steht immer noch da und schaut tief beeindruckt zu.

Der Bauarbeiter gesellt sich ein weiteres Mal zu Felix und erklärt: „Der Teer ist jetzt noch ganz frisch. Du darfst auf keinen Fall jetzt schon darüber laufen, ansonsten verbrennt dir der Goudron-Wurm deine schönen Turnschuhe. Zudem hinterlässt dieser Wurm immer schwarze Spuren.“
Felix nickt und rennt davon.

Es ist bereits 11 Uhr und Felix hat vom Beobachten der Baustelle ziemlichen Durst bekommen. Die Sonne brennt heiss.
Felix kramt aus seinem Hosensack einen Fünflieber und kauft sich an der Theke des Dorfrestaurants zwei Ananas-Glaces.
Die eine Glace hat die Form von Tom dem Kater und die andere das von Jerry der Maus. Felix liebt Ananas-Eis und lässt es sich auch schmecken.

Die Gier des Jungen lässt Tom & Jerry rasch in seinem Bauch verschwinden. Felix hat noch etwas Zeit, bevor er zum Mittagessen nach Hause muss, sodass er noch einmal bei der Baustelle vorbeischaut und zu seiner Überraschung sieht, dass alle Maschinen stehen und keine Arbeiter da sind.
„Wo sind die Bauarbeiter nur hin?“
„Ist der Teer trotz der Absperrstreifen schon fertig?“

Wie geht die Geschichte weiter?

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